Das Kabinett hat die Erhöhung der Verbrauchssteuer auf importierte batterieelektrische Fahrzeuge sowie Fahrzeuge mit Reichweitenverlängerung auf 35% beschlossen. Dies teilte der stellvertretende Premierminister und Finanzminister Akkanit Nitatthannaprakat nach einer auswärtigen Kabinettssitzung in der Provinz Udon Thani am 3. November 2026 mit.

Derzeit liegt der Steuersatz für batterieelektrische Fahrzeuge bei 10% und für Fahrzeuge mit Reichweitenverlängerung bei 15%. Die neue Regelung mit einem Satz von 35% tritt am 1. Januar 2027 in Kraft.

Laut Akkanit soll die Umstrukturierung dazu beitragen, bestehende Unternehmen in der automobilen Lieferkette zu halten, die vielen thailändischen Arbeitskräften Beschäftigung bieten. Zudem strebt das Finanzministerium einen fairen Wettbewerb sowie eine verstärkte Nutzung heimischer Komponenten an.

Dr. Pornchai Theerawet, Generaldirektor der Verbrauchssteuerbehörde, erklärte, dass die Neuregelung auf Beschlüssen der Sitzungen des Nationalen Komitees für Elektrofahrzeugpolitik vom 25. November 2025 und 10. September 2026 basiert.

Die neue Struktur stützt sich nach Angaben von Akkanit und Pornchai auf drei Prinzipien: investitionsorientierte Importe, die Entwicklung zu einem regionalen und globalen Zentrum für Elektrofahrzeuge sowie eine hohe lokale Wertschöpfung.

Offiziellen Angaben zufolge sollen die Änderungen Investitionen in die lokale Produktion oder Montage wichtiger Fahrzeugkomponenten anziehen und die Branche gegen den Wettbewerb durch importierte Fahrzeuge absichern, die nicht unter staatliche Fördermaßnahmen fallen. Die Regierung beabsichtigt zudem, die heimische Lieferkette auszubauen, Arbeitsplätze zu schaffen, die Qualifikationen der thailändischen Arbeitskräfte zu verbessern und das Land zu einer Produktions- und Exportbasis für umweltfreundliche Fahrzeuge zu machen.

Die Umstrukturierung ist Teil des Multi Path Way-Ansatzes der Regierung für alternative Antriebsenergien und soll die Automobilindustrie als neuen Wachstumsmotor weiterentwickeln.