Arada Fuengthong, Generaldirektorin des Außenhandelsministeriums, entschuldigte sich am 30. Oktober dafür, dass Thailand die Exportziele für Reis und Maniok in diesem Jahr verfehlt hat.

Die Reisexporte beliefen sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 auf insgesamt 4,99 Millionen Tonnen, was einem Rückgang von 19,26 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Wert der Exporte sank um 16,84 % auf 2.962 Millionen US-Dollar.

Das Exportziel für Reis lag für das Jahr 2026 bei 7 Millionen Tonnen. Arada prognostizierte jedoch ein Exportvolumen von 6,5 Millionen Tonnen, was den niedrigsten Wert seit fünf Jahren darstellen würde. Im Jahr 2022 erreichten die Exporte noch 7,69 Millionen Tonnen.

Um das ursprüngliche Ziel zu erreichen, hätten die Exporte im Zeitraum von September bis Dezember monatlich zwischen 800.000 und 900.000 Tonnen betragen müssen. Die bis zum 30. Oktober ausgestellten Exportlizenzen belaufen sich auf insgesamt etwas mehr als 5 Millionen Tonnen.

Die weltweite Nachfrage nach Reis ist im Jahr 2026 deutlich gesunken. Die Exporte der fünf größten Reisexporteure der Welt, Indien ausgenommen, gingen um 4 % zurück, während die Ausfuhren Indiens um 2 % stiegen.

Thailändischer 5 %-Weißreis kostet derzeit 480 US-Dollar pro Tonne. Damit ist er 21,3 % teurer als indischer Reis für 388 Dollar, 12,2 % teurer als Reis aus Pakistan und 11,6 % teurer als vietnamesischer Reis für 420 Dollar.

Der Konflikt im Nahen Osten hat den Markt im Irak aufgrund der unsicheren Schifffahrtswege durch die Straße von Hormus unzugänglich gemacht, zudem hat Indonesien die Reisimporte ausgesetzt. Auch der stärkere Baht und steigende Transportkosten belasten die Exporte. Von dem Regierungsabkommen mit China über 1,22 Millionen Tonnen Reis wurden bisher 760.000 Tonnen geliefert. Die Maniokexporte erreichten in den ersten neun Monaten 3,24 Millionen Tonnen.