Thailand verzeichnete im September 2026 ein Handelsdefizit von etwa 5,86 Milliarden US-Dollar, wie aus am 26. Oktober veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht. Die Exporte beliefen sich auf 38.438,9 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 24% gegenüber dem Vorjahr entspricht, während die Importe um 50,4% auf 44.295,6 Millionen US-Dollar zunahmen.

Die Exporte wuchsen damit den 27. Monat in Folge. Das Trade Policy and Strategy Office teilte mit, dass die Vereinigten Staaten weiterhin der größte Exportmarkt Thailands blieben und im September 26,5% des Exportwerts ausmachten.

Für die ersten neun Monate des Jahres 2026 summierte sich das Handelsdefizit auf 43.693,9 Millionen US-Dollar beziehungsweise etwa 1,54 Billionen Baht. Die Exporte stiegen um 19,6% auf 304.588,6 Millionen US-Dollar, während die Importe um 37,8% auf 348.282,5 Millionen US-Dollar zunahmen.

Bereinigt um ölbezogene Produkte, Gold und militärische Güter stiegen die Exporte im September um 28,2% gegenüber dem Vorjahr. Nantapong Chiralerspong, Generaldirektor des Trade Policy and Strategy Office, gab an, dass der globale Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im September bei 53 lag, was den höchsten Stand seit 55 Monaten darstellt.

Er erklärte zudem, dass die Schließung der Straße von Hormus weiterhin Auswirkungen auf die Exportmärkte Thailands im Nahen Osten habe. Worawong Ramangkura, ein ehemaliger stellvertretender Minister im Handelsministerium, forderte die Regierung auf, das Handelsdefizit dringend zu reduzieren.

Worawong schlug vor, die Handelsverhandlungen mit den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union zu beschleunigen, wie der ehemalige Minister mitteilte.

Die Zahlen werden bekannt, während die Regierung von Premierminister Anutin Charnvirakul aufgrund der wachsenden Lücke unter Druck steht. Der stellvertretende Premierminister und Handelsminister Supachai Suphamit hat die Daten bisher nicht kommentiert.