Andrew Ure, Vizepräsident für globale Angelegenheiten im asiatisch-pazifischen Raum bei Netflix, sprach am 13. Oktober 2026 auf dem Forum Creativity as Capital in Bangkok. Die Veranstaltung fand im Rahmenprogramm der Jahrestagung 2026 des Internationalen Währungsfonds und der Weltbankgruppe statt.

Netflix sieht laut Ure das Potenzial, dass Thailand zu einem globalen Zentrum der Kreativwirtschaft aufsteigt, ähnlich wie es bei Südkorea der Fall ist. Er erklärte, dass das Unternehmen bisher etwa 200 Millionen US-Dollar in das Land investiert habe. Diese Mittel flossen zwischen 2021 und 2024 in mehr als 20 Originalfilme und Serien.

Der Streamingdienst arbeitet bei Qualifizierungsprogrammen wie Content Lab mit der Creative Economy Agency zusammen. Ure berichtete, dass durch diese Initiativen etwa 500 Personen geschult wurden. Zudem schufen die Investitionen von Netflix Arbeitsplätze für mehr als 13.500 Darsteller und Crewmitglieder.

Ure betonte, dass ein stärkerer Schutz geistigen Eigentums und eine wirksame Durchsetzung notwendig seien, um das Vertrauen von Rechteinhabern zu stärken. Er fügte hinzu, dass Regulierungen den Filmemachern die kreative Freiheit lassen sollten, vielfältige Inhalte zu entwickeln. Die Creative Economy Agency arbeitet derweil an einem nationalen Aktionsplan für die Kreativwirtschaft für den Zeitraum 2028 bis 2032.

Regierungsdaten vom Oktober 2026 zeigen, dass internationale Produktionen in Thailand Einnahmen von mehr als 7,51 Milliarden Baht generierten.