Eine Gruppe von 271 Wissenschaftlern unter dem Namen Scholars for Society hat am 14. Oktober eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie die Rücknahme eines Gesetzentwurfs zur Änderung des Thai Public Broadcasting Service Act aus dem Jahr 2008 fordert. Der Entwurf sieht vor, die derzeitige zweckgebundene Steuer von 1,5 Prozent auf Alkohol- und Tabakprodukte, die auf 2 Milliarden Baht pro Jahr begrenzt ist, durch eine jährliche Zuweisung aus dem Staatshaushalt zu ersetzen.
Der Abgeordnete Supachai Jaisamut von der Bhumjaithai-Partei begründete den Vorstoß mit dem Ziel, die Haushaltsdisziplin zu wahren und sicherzustellen, dass die Ausgaben von Thai PBS einer Kontrolle unterliegen. Die Wissenschaftler argumentieren hingegen, dass die bisherige Steuer als Schutzschild gegen politische Einflussnahme auf die Berichterstattung diene. Zudem behaupten sie, dass der Gesetzentwurf den Herstellern von Alkohol und Tabak zugutekäme, da deren Verpflichtung zur Zahlung der Sonderabgabe entfiele.
Auch die Organisation Reporter ohne Grenzen hat die Parlamentsmitglieder dazu aufgerufen, den Gesetzentwurf abzulehnen. Cédric Alviani, der Direktor des Asien-Pazifik-Büros der Organisation, erklärte, dass die Unterstellung des Budgets unter staatliche Kontrolle die finanzielle Autonomie und die redaktionelle Unabhängigkeit des Senders gefährde.
Zu der Gruppe der Wissenschaftler gehören Dr. Chirmsak Pinthong, Dr. Arthit Urairat, Professor Vicha Mahakun, Professor Trairat Jarutat, Professor Pranee Tinakorn, Dr. Supakorn Buasai sowie außerordentliche Professorin Dr. Pawadee Thong-Uthai.




