Veer Sriwarathanaboon, stellvertretender Sprecher der Demokratischen Partei, hielt am 11. Oktober 2026 eine Pressekonferenz ab. Er erklärte, dass die Partei Bedenken hinsichtlich der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen zwischen Thailand und der EU habe. Dabei konzentriert sich die Partei insbesondere auf die Einbeziehung des UPOV-Übereinkommens von 1991.
Das UPOV-Übereinkommen von 1991 ist eine internationale Konvention zum Schutz neuer Pflanzensorten. Veer äußerte die Befürchtung der Partei, dass große Konzerne einheimische Pflanzensorten patentieren lassen könnten. Diese Unternehmen könnten in der Folge Lizenzgebühren von Landwirten verlangen.
Laut Veer muss die Regierung vor der Unterzeichnung des Abkommens vier Punkte klären. Er forderte zunächst einen Mechanismus für eine faire Streitbeilegung zwischen Investoren und Kleinbauern. Zudem verlangte er eine genaue Definition des Umfangs der Rechte von Landwirten zur Saatgutaufbewahrung und Vermehrung.
Drittens fordert die Partei die Förderung thailändischer Forscher sowie den Schutz lokaler Genetik durch Systeme zur Vorteilsaufteilung. Abschließend rief Veer zu Transparenz bei Folgenabschätzungen und zur Beteiligung der Landwirte an der öffentlichen Debatte auf.




