Premierminister Anutin Charnvirakul leitete am 22. Oktober 2026 das 3./2569 Treffen des Drogenkontrollausschusses im Thai Khu Fah Gebäude. Bei der Sitzung wurden Maßnahmen zur Prävention und Unterdrückung für das Haushaltsjahr 2570 erörtert.

Das Gremium forderte eine integrierte Zusammenarbeit zwischen zivilen, administrativen, polizeilichen und militärischen Behörden. Zudem wurde die Unterstützung durch das Kabinett in Budgetfragen besprochen.

Ein Entwurf zur Änderung des Betäubungsmittelgesetzes wurde geprüft, der unter anderem höhere Strafen und strengere Kontrollen für Cannabis vorsieht. Der Generalsekretär des Drogenkontrollausschusses wird Einzelheiten zu dem Gesetzesentwurf bekannt geben.

Anutin speaks at a microphone inside an ornate building.

Anutin wies den Generaldirektor des Zolls an, illegale Drogenexporte über Transportunternehmen streng zu überwachen. Er betonte, dass eine genaue Überprüfung der Produktarten, gute nachrichtendienstliche Erkenntnisse sowie stichprobenartige Kontrollen erforderlich seien.

Jegliche Lieferungen aus Thailand nach Europa oder in andere Regionen seien illegal, sofern sie Pflanzenteile von Cannabis enthalten, erklärte der Premierminister. Cannabisblüten bleiben demnach gesetzlich als vollständig kontrollierte Drogen eingestuft.

CBD ist laut Anutin für die Verwendung in medizinischen und kosmetischen Produkten gemäß den FDA-Vorschriften zulässig, sofern dies strikt für gesundheitliche Zwecke erfolgt. Der Freizeitkonsum von Cannabis ist hingegen illegal.

Geschäfte dürfen nur medizinische Produkte ohne Cannabisblüten verkaufen und keine gedrehten Cannabisprodukte oder Zigaretten mit Blüten anbieten. Bei Verstößen können Lizenzen sofort entzogen werden, wobei das Gesundheitsministerium für Inspektionen und Lizenzwiderrufe zuständig ist. Lizenzen müssen jährlich erneuert werden, wobei eine Erneuerung nicht automatisch erfolgt.