Die thailändische Zivilluftfahrtbehörde hat bekannt gegeben, dass Sicherheitspersonal an Flughäfen ab dem 16. Oktober 2026 aufgegebenes Gepäck ohne die Anwesenheit der Passagiere öffnen darf. Diese Maßnahme greift bei einem begründeten Verdacht auf verbotene Gegenstände, Sprengstoffe oder andere gefährliche Güter. Zudem kontrolliert das Sicherheitspersonal Gepäckstücke, wenn Bedrohungen für das Flugzeug, die Passagiere oder die Flughafeneinrichtungen erkannt werden.

Behördenvertreter betonten, dass es sich bei dem Inspektionsprozess nicht um stichprobenartige oder routinemäßige Kontrollen handelt. Jeder Vorgang, bei dem ein Gepäckstück geöffnet wird, wird gefilmt und die Aufzeichnung für spätere Überprüfungen gespeichert. Nach Abschluss der Kontrolle legt das Sicherheitspersonal einen entsprechenden Hinweis in das Gepäckstück.

Sämtliche verbotenen oder gefährlichen Gegenstände, die bei diesen Kontrollen entdeckt werden, werden beschlagnahmt und nicht an die Eigentümer zurückgegeben. Die Behörde bestätigte, dass Powerbanks und zusätzliche Lithiumbatterien im aufgegebenen Gepäck streng verboten sind. Diese Gegenstände müssen stattdessen im Handgepäck mitgeführt werden.

Schlösser, die nicht TSA-konform sind, können während einer Inspektion aufgebrochen oder zerstört werden. Die thailändische Zivilluftfahrtbehörde wies darauf hin, dass für solche Schäden kein Ersatz geleistet wird. Beschwerden können Passagiere an ihre Fluggesellschaft, die Website der Behörde oder das Callcenter der Airports of Thailand unter der Nummer 1722 richten.